5 Tipps für mehr Nachhaltigkeit in der Küche

In unserer Reihe zu mehr Nachhaltigkeit im Zuhause gehen wir heute vom Badezimmer weiter in die Küche. Hier sammelt sich in der Regel kontinuierlich nach jedem Einkauf am meisten Verpackungsmüll. Und nicht nur das: Auch Lebensmittelabfälle sind in der Küche leider immer noch viel zu häufig anzufinden. Aber das muss nicht sein. Mit den 5 Tipps aus diesem Artikel kannst Du deine Küche ganz leicht zu einem nachhaltigeren Ort machen und gleichzeitig Dir und deiner Umwelt etwas Gutes tun. Los geht’s.

1. Mahlzeiten planen

Ein ganz simpler Schritt, der sich im ersten Moment vielleicht etwas lästig anhört, aber ganz schnell zur guten Gewohnheit wird. Plant eure Mahlzeiten. Dadurch fällt nicht nur die lästige Frage „Was soll ich heute Abend kochen?“ weg, sondern ihr reduziert auch eure Lebensmittelabfälle. Setzt euch kurz hin bevor ihr einkauft und überlegt, was ihr die Woche über essen wollt. Das muss natürlich nicht starr sein, habt ihr an dem einen Tag keinen Appetit auf das Geplante, nehmt ihr einfach das von einem anderen Tag. Schreibt euch eine Liste, was ihr für die geplanten Gerichte braucht und gleicht sie mit dem ab, was ihr schon zuhause habt.  Der Effekt: Ihr werdet weniger Lebensmittel wegschmeißen, neue Rezepte ausprobieren und nebenbei auch noch Geld sparen.

2. Einkauf vorbereiten

Mit eurer Liste für den Wocheneinkauf könnt ihr nun euren Einkauf vorbereiten. Überlegt euch: Welche Dinge gibt es wo mit möglichst wenig Verpackung? Schaffe ich es, auf den Wochenmarkt zu gehen? Dort lassen sich frische Sachen am besten unverpackt und regional kaufen. Ansonsten: Nehmt eure eigenen Beutel mit. Vermeidet die kleinen Plastiktüten beim Obst und Gemüse, sie haben von Natur aus die perfekte Verpackung. Nehmt stattdessen eure eigenen kleinen Säckchen mit oder legt die zwei Paprika einfach lose in euren Einkaufskorb. Habt ihr vielleicht sogar einen Unverpackt Laden in eurer Nähe? Dann geht unbedingt mal vorbei und probiert einen Einkauf dort aus. Aber auch beim Bäcker oder im Supermarkt lassen sich einige Sachen wie Brot oder Käse in eigene Behälter abfüllen, fragt einfach mal nach.

Ihr müsst übrigens nicht zu drei verschiedenen Geschäften fahren, das wäre auch wiederum nicht sehr nachhaltig (mit dem Auto). Vergleicht einfach mal beim nächsten Einkauf, in welchem Geschäft sich Verpackungsmüll am besten umgehen lässt. Ihr werdet sehen, dass es dort ziemliche Unterschiede gibt.

3. Regional und Saisonal

Lasst euch beim Einkauf und bei der Essensplanung von saisonalen und regionalen Produkten inspirieren. Regionale Produkte sparen lange Transportwege und schmecken oft allein dadurch schon einfach besser. Verzichtet auf frische Erdbeeren im Dezember oder Spargel im Winter. Sehr praktisch sind Saisonkalender. Dort könnt ihr nachschauen, welche Obst und Gemüsesorten momentan Saison haben. Das kann auch wieder frischen Wind in euren Essensplan bringen. Alternativ, wenn der Appetit auf Erdbeeren im Winter doch zu groß ist, greift auf Tiefkühlware zurück. Sorgt während der Saison vor, kauft reife Früchte (und bewahrt sie somit evtl. sogar vor dem Wegwerfen) und friert sie ein. Damit kommen wir auch schon zum nächsten Punkt.

4. Gefrierschrank nutzen

Jetzt habt ihr geplant und eingekauft und trotzdem sind drei von fünf Frühlingszwiebeln übrig geblieben. Brot ist auch zu viel übrig, was nun? Nutzt euren Gefrierschrank. So viele Sachen lassen sich hervorragend einfrieren und werden so vor der Mülltonne bewahrt. Obst, das schon viel zu reif ist, aber gerade nicht mehr gegessen werden kann. Frische Kräuter, die noch übrig sind. Der Rest vom Abendessen. Und ihr braucht auch nicht zwingend Gefrierbeutel, auch in leeren Gläsern lassen sich viele Dinge einfrieren und so wieder und wieder und wieder verwendet werden

5. Mehrweg statt Einweg

Zu guter Letzt, wenn ihr Verpacktes kauft, setzt auf Mehrweg statt Einweg. Joghurt und Milch gibt es mittlerweile in den meisten Geschäften in Pfand-Glasflaschen, manchmal auch Schlagsahne oder Quark. Diese können nach der Benutzung einfach ausgewaschen und wieder ins Geschäft zurück gebracht werden. Das gilt natürlich auch für Getränkeflaschen. Glas ist vielleicht etwas schwerer beim Transport, dafür aber auch gesünder für euch als Lebensmittel aus Plastikverpackungen. Schaut in den Regalen einfach mal nach Alternativen.
Solltet ihr doch zu Einweggläsern greifen, dann spült sich gut aus, wenn sie leer sind und nutzt sie doch einfach als Vorratsbehälter, für Gewürze zum Einfrieren oder Einmachen.

Schwierig ist es in puncto verpackungsfrei und nachhaltig bei Convenience Produkten, Chips, Schokolade, Fertiggerichten. Denn diese sind oft doppelt und dreifach verpackt. Habt ihr noch weitere Tipps zu weniger Müll und mehr Nachhaltigkeit in der Küche? Wo liegen für euch die Schwierigkeiten? Teilt eure Ideen gerne mit uns, z.B. auf Instagram unter @basmamagazine oder markiert uns unter #basmagoesgreen . Und in drei Wochen schauen wir uns unseren Kleiderschrank in puncto Nachhaltigkeit mal genauer an.

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